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Waldtag mit Schülern aus Österreich, den Klassen 5 und 6 der DSB
und dem Waldpädagogen Hr. Thaller im Herbst 2011

11. Oktober 2011


Die Ziele des Waldtags:

  • Die Schüler erkunden den Wald unter verschiedenen Aspekten (Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen, Funktion des Waldes für den Menschen). Dabei wird den Schülern bewusst, wie wichtig es ist, den Wald zu erhalten und zu pflegen.
  • Die Schüler erleben sich selbst draußen, die Schüler erleben und vertiefen die Klassengemeinschaft und vertiefen den Kontakt zu Schülern aus Österreich.
  • Die Schüler sind körperlich aktiv, sie machen eine Radtour von der Schule an der Donau entlang zum Wald in Österreich.
  • Die Schüler sind künstlerisch aktiv, sie gestalten ein Kunstwerk aus Naturmaterialien.

Bericht vom Waldtag der Klasse 5

Am 11.10.2011 haben wir uns um 8.00 Uhr an der DSB getroffen. Das besondere an diesem Morgen war, dass alle ihre - mehr oder weniger - intakten Fahrräder mitgebracht hatten. Nachdem wir uns endlich darauf geeinigt hatten, in welcher Reihenfolge wir fahren, ging es los. Erst einmal ging es über das Kopfsteinpflaster durch die Altstadt von Bratislava, doch schon bald wurde Fahrt ruhiger, denn an der Donau ist der Fahrradweg recht gut ausgebaut. Immer wieder mussten wir warten, da fiel das Pedal eines Fahrrads ab, dort musste jemand trinken oder sich ausziehen, weil ihm zu warm wurde. Nach ca. 45 Minuten passierten wir die Grenze nach Österreich.
Bald darauf erreichten wir den Wald, den wir erkunden sollten. Dort wartete schon der Waldpädagoge Herr Christoph Thaller und die Schüler aus Hainburg auf uns.

Nachdem wir unsere Fahrräder an der Biogasanlage abgestellt hatten, wurden wir vom Besitzer des Waldes, Hr. Konradsheim, begrüßt. Endlich gingen wir in den Wald hinein und überquerten eine kleine Brücke, die verhindern soll, dass die Wildtiere das 2000 ha große Gehege verlassen. Gleich hier befindet sich eine große Wasserstelle, an der wir viele Fährten und Spuren gefunden haben, die wir natürlich gleich bestimmt haben: v.a. Rehe, Hirsche und Wildschweine sind hier Kunden.
Anschließend machten wir eine Begrüßungsrunde, jeder sollte seinen Namen sagen und ein Tier oder eine Pflanze mit dem gleichen Anfangsbuchstaben.
Herr Thaller besprach mit uns dann die Regeln, die im Wald gelten. Und da wir alle gespannt darauf waren, Tiere beobachten zu können, waren wir sehr leise.

Herr Thaller führte uns dann tiefer in den Wald hinein, beim „Aufstieg“ zeigte er uns sogenanntes „Totholz“, das schon ganz morsch und bröselig war. Wir haben gelernt, dass es im Wald keinen Abfall gibt, sondern alles von Insekten und Bakterien recycelt und wieder verwendet wird.
Wir wanderten zur Futterstelle. Im Herbst bekommen die Tier aber noch kein Futter vom Förster, aber sie kommen trotzdem her, um am Salzstein zu lecken. Um die Futterstelle herum haben wir viele leere Buchecker und Eichelhüte gefunden. Die Tiere haben also schon alles aufgefressen! Da haben wir auch Hunger bekommen und eine erste kleine Rast auf dem großen Baumstamm eingelegt.
Danach haben wir das Baum-Fühl-Spiel gespielt und darüber auch mit Hr. Thaller gesprochen. Und wir haben die Bäume mit dem Bestimmungsbüchlein bestimmt.

Dann haben wir uns über die verschiedenen Funktionen des Waldes unterhalten: Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Sauerstofflieferant, Holzlieferant für Möbel. Papierherzstellung und als Energiequelle, Erholungsraum usw.
Dann sind wir weitergezogen, um vielleicht doch noch Wildschweine zu finden. Sie sonnen sich gerne am Waldhang. Leider haben wir keine gesehen, aber dafür haben wir einen riesigen Fuchsbau gefunden, der mehrere Eingänge hatte. Außerdem konnten wir einen Buntspecht beim Klopfen beobachten.
Weil die Tiere in der Nacht sehr stark auf ihren Hörsinn angewiesen sind, haben wird das gleich in einem Spiel ausprobiert. Alle haben sich im Kreis aufgestellt. Ein Freiwilliger ging in die Mitte und hat als Eule versucht, zwei Mäuse, die den Platzt wechselten, zu schnappen.

Herr Thaller hat uns immer wieder Pflanzen und Pilze und ihre Bedeutung hingewiesen. Außerdem hat er uns an einer Baumscheibe gezeigt, wie ein Baum aufgebaut ist und warum es dem Baum wehtut, wenn man in seine Rinde schnitzt. Auch wie der Wald mit seinen verschiedenen Stockwerken aufgebaut ist, konnten wir gut sehen.
Dann war wieder Zeit für eine Rast am Berghang. Und wir haben dabei festgestellt, dass das Essen draußen viel besser schmeckt! Außerdem haben wir schöne Kristalle gefunden, die wir auch mit nach Hause nehmen durften.
Bei der Abschiedsrunde hat jeder gesagt, was sie oder er besonders gut fand und neues gelernt hat. Wir haben uns voneinander verabschiedet und sind mit unseren Fahrrädern wieder zurück an die Schule gefahren.

Jakub meint: Der Waldtag war super!


Bericht vom Waldtag der Klasse 6

Am 18.10.2011 haben wir uns um 8.00 Uhr an der DSB getroffen. Weil das Wetter nicht besonders gut war, wurde die Fahrradtour abgesagt und wir sind mit dem Bus nach Wolfsthal in Österreich gefahren und von dort gemeinsam mit den Schülern aus Hainburg zum Wald gewandert.
Dort haben wir ein Kennenlernspiel gemacht und über die Regeln gesprochen, die man im Wald beachten muss.
Unsere erste tolle Aktion war der Baumstamm: Wir sind auf dem Stamm balanciert, manche haben dabei gemerkt, dass man dabei sehr gut wippen kann.
Dann haben wir uns alle darauf gestellt und sind gemeinsam runtergesprungen.

Anschließend haben wir noch eine Übung gemacht, um uns gegenseitig besser zu vertrauen: einer hat die Augen geschlossen und der andere hat seine Partnerin oder seinen Partner an der Hand über den Baumstamm geführt. Weil uns das so großen Spaß gemacht hat, haben wir gleich noch ein Baum-Fühl-Spiel gemacht. Wir gingen paarweise zusammen. Einem Partner wurden die Augen verbunden. Der andere hat ihn kreuz und quer durch den Wald geführt. Bei einem bestimmten Baum hat er angehalten. Der „blinde“ Schüler musste den Baum sehr genau befühlen. Dann hat ihn der sehende Schüler wieder an den Startpunkt zurückgebracht. Die Augenbinden kamen runter und jeder musste „seinen“ Baum wieder finden – das war ganz schön schwer! Dabei ist uns aufgefallen, wie die Rinde sich anfühlt und dass die Bäume auf einer Seite mit Moos bewachsen sind.
Die nächste Aufgabe war, innerhalb von 15 Minuten in Gruppen ein Kunstwerk aus Naturmaterial zu bauen. Das hat viel Spaß gemacht.

Eine Gruppe hat gleich mehrere Kunstwerke gemeinsam geschaffen, eines davon war eine richtige Waldhütte. Eine andere Gruppe wusste nicht so recht, was sie tun sollten. Sie haben zuerst „Aktionskunst“ gemacht und große Holzstücke den Hang hinunterrollen lassen. Dann ist ihnen aber doch noch etwas Produktives eingefallen und sie haben eine Skulptur in einen Baum gebaut.
Wir haben intensiv über die Funktion des Waldes gesprochen und dabei ist uns aufgefallen, dass der Wald ganz wichtig für uns ist und wir ihn deshalb schützen müssen.
Eine wichtige Regel ist, dass wir keinen Müll herumliegen lassen. Dazu haben wir auch ein Wahrnehmungsspiel gemacht. Frau Günter hat verschiedene Gegenstände auf dem Boden verstreut und wir mussten diese suchen und sie zählen.
Der Waldtag hat viel Spaß gemacht und wir haben eine Menge gelernt!


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